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MSV Moers Handicap Sport-Abteilung17.10.2016
Fußball von Holger Klust
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Großes Fußballfest der MSV Moers Handicap Sport-Abteilung

Geistig behinderte Fußballer spielen das bisher größte Turnier dieser Art in Moers aus.

Die noch junge Handicap Sport Abteilung des MSV Moers hat erstmals zu einem Fußballturnier nach Meerbeck eingeladen. Gekommen sind 13 Teams aus dem Bezirk Ruhrgebiet, um einen Spieltag im Rahmen der Ligarunde des Behinderten- und Rehabilitationssportverbandes NRW (BRSNW) auszutragen. So spielten knapp 130 Fußballer mit einer geistigen Behinderung das bisher größte Fußballturnier dieser Art auf Moerser Boden aus.
Organisatorisch waren die Gastgeber der MSV Moers Caritas Kickers und die Lebenshilfe Moers in Kooperation mit den Caritas Wohn- und Werkstätten Niederrhein (CWWN) mit dem Ablauf des Turniers höchst zufrieden. Das Wetter spielte mit und alle Gastmannschaften reisten pünktlich an. Bei besten äußerlichen Bedingungen war der Rahmen für ein tolles Fußballfest in Moers gut abgesteckt.
Ein erstes Grußwort sprach der Vorsitzende der Lebenshilfe Moers, Dirk Möwius an alle Fußballer und Gäste aus. Noch vor dem Anstoß gab es schon eine Geldspende von der Moerser CDU-Fraktion, die bei einem Tippspiel für den guten Zweck gesammelt hatten. Petra Kiehn, Ingo Brohl und der stellvertretende Bürgermeister Heinz-Gerd Hackstein drückten den Gastgebern die Daumen. Die Handicap Sport-Abteilung sagt Dankeschön!
Sportlich lief es für die 1. Mannschaft der erfolgsverwöhnten Caritas Kickers dann leider nicht so gut. Als überraschender Tabellenführer der Regionalliga 1 war der Aufsteiger beim Heimspiel angetreten - doch am Ende fanden sich die Meerbecker auf dem undankbaren dritten Platz wieder. Nur die beiden Erstplatzierten fahren zur Endrunde um die Landesmeisterschaft NRW. Dabei fing es mit dem 1:0 gegen denSV Rees noch vielversprechend an. Es fehlte nur noch ein weiterer Sieg. Doch gegen Heimstatt Engelbert Essen gab es eine 0:1-Niederlage und auch das 0:0 gegen das Topteam der Caritas Oberhausen war schmeichelhaft. Im letzten Spiel des Tages gegen das bis dato sieglose Viktoria Bottrop hätte sogar ein Remis für Platz zwei gereicht – aber haste Scheiße am Schuh, haste Scheiße am Schuh: 1:3 verloren und ausgeträumt der Traum von der Endrunde.
Ein Punkt fehlte am Schluß und entsprechend geknickt waren die Caritas Kickers. Erst bei der Siegerehrung gelang den Spielern um Kapitän Dennis Wiedemann wieder ein Lächeln. „Wir dürfen nicht vergessen, dass wir hier als Aufsteiger um die Meisterschaft mitgespielt haben. Das hätte zu Beginn niemand von uns erwartet. Nun haben wir eindrucksvoll die Klasse gehalten und unser Saisonziel erreicht.“ Punktgleich wurde in der Regio 1 die Caritas Oberhausen Bezirksmeister vor Heimstatt Engelbert Essen.
Die Medaillen überreichten die Ehrengäste Bernhard Wippermann (Geschäftsführer CWWN), MdB Siggi Ehrmann, seine potenzielle Nachfolgerin Elke Buttgereit, Stadtsportverbands-Vorsitzender Claus Hagemann und natürlich der MSV-Vorsitzende Martin Borges, der es sich als FDP-Vorsitzender nicht nehmen ließ, auf die politische Vielfalt bei diesem Turnier hinzuweisen.
Die zahlreichen Fußballer der MSV Lebenshilfe Moers spielten gleich mit zwei Mannschaften in der Freundschaftsrunde des BRSNW. Insgesamt spielten hier acht Teams und entsprechend lang war das Turnier. Hier wird absichtlich keine Tabelle geführt: der Wettkampf-Charakter soll ganz bewußt außen vor gelassen werden. Traditionell gibt es hier am Ende auch keinen ausdrücklichen Meisterschafts-Gewinner. Aufgrund des höheren Behinderungsgrades der Fußballer in der Freundschaftsrunde sind alle Trainer angehalten sehr auf eine ausgewogene Leistungsstärke zu achten. Es zählen Freude am Fußball und das sportliche Miteinander. Nichtsdestotrotz wurde leidenschaftlich jedem Ball hinterher gejagt und jedes Tor frenetisch bejubelt – und Tore gab es viele. Kein Ball wurde verloren gegeben und immer der Weg nach vorne gesucht. Bei der Siegerehrung bekam verdientermaßen jede Mannschaft einen Pokal und jeder Spieler eine persönliche Medaille. Alle durften sich wie Sieger fühlen, denn alle waren Sieger. „Je stärker das Handicap ausgeprägt ist, desto größer ist die Freude über eine Auszeichnung. Und die ist hochverdient, denn jeder hat sein Bestes gegeben,“ weiß Lebenshilfe-Coach Anita Gharsallaovi, welche die Teams der Lebenshilde Moers seit Jahren gemeinsam mit Eugen Dejka betreut.
Die Ehrengäste aus Politik und Sport waren von der Leistung der Fußballer mit Handicap sehr beeindruckt und voll des Lobes ob der Spielfreude und Fairness. Fast zum Ende des Turniers schaute auch Bürgermeister Fleischhauer vorbei.
Besonderes Lob verdienten sich auch die vielen ehrenamtlichen Helfer der Lebenshilfe Moers, der Caritas Kickers und natürlich auch der anderen MSV-Aktiven, wie z.B. Leo Mitterlehner, der fleißig den Grill schwenkte oder Frank Bonert, der unermüdlich Wertmarken verkaufte. Ebenso gebührt ein Dank der tollen Schiedsrichter-Truppe um Raphael Matusiak. Es zeigte sich wieder einmal, wie gut ein Miteinander von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung im Zeichen des Sports funktionieren kann. Der MSV Moers ist diesbezüglich das Aushängeschild in der Moerser Sportlandschaft.
Einem zweiten Turnier für sportbegeisterte Menschen mit einer geistigen Behinderung steht beim MSV Moers für nächstes Jahr also nichts im Wege. Und darauf darf sich die Stadt Moers jetzt schon freuen.



Text und Foto: Dirk Ströter

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MSV Lebenshilfe Moers

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Moderator mit Groupies

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