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„Das ist zum Verrücktwerden!“30.10.2014
Fußball von Holger Klust
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Lektionen in Demut - MSV Moers Caritas Kickers patzen bei Landesmeisterschaft

Lektionen in Demut - MSV Moers Caritas Kickers patzen bei Landesmeisterschaft

Fast fühlten sich die Fußballer der MSV Moers Caritas Kickers am Ende wie aktuell die Profis von Borussia Dortmund in der Bundesliga: es wollte einfach nichts klappen und am Ende jubelten die Anderen. Bei der Endrunde zur Landesmeisterschaft des Behinderten-Sportverbandes NRW (BSNW) gab es für beide Moerser Mannschaften nichts zu holen. In ihren Regionalligen wurden die erfolgsverwöhnten MSV-Teams jeweils Sechster und damit Letzter.
Der BSNW hatte zur NRW-Finalrunde alle Vorrundensieger aus den Bezirken Ruhrgebiet, Westfalen und Rheinland in die Sportschule Kamen-Kaiserau geladen. Tolles Wetter erwartete die 24 Teams, die in vier Regionalligen ihre Landesmeister auf einer hervorragenden Sportanlage ausspielten.
Die MSV Moers Caritas Kickers 1 hatten in der Regionalliga 2 schon eine schwere Vorrunde bestritten und zur Endrunde noch viel Pech gehabt: drei Leistungsträger fielen im Vorfeld verletzt oder erkrankt aus. Schlechte Voraussetzungen also, die dazu führten, dass die Spielausrichtung ungewohnt defensiv geriet. Dennoch hielt das Team um Kapitän Dennis Wiedemann in allen Begegnungen mit. In den fünf Spielen gab es zwei Unentschieden und drei knappe Niederlagen. „Wir haben alle unser Bestes gegeben und niemals aufgesteckt. Gerade im ersten Spiel gegen Neuss war mehr drin.“, sagte der Spielführer der 1. Mannschaft. So blieb es zum Start nach gutem Spiel nur bei einem mageren 1:1. Auch gegen Favorit Viktoria Bottrop führte man lange 1:0 und mußte erst mit dem Schlußpfiff das bittere 1:2 hinnehmen. In der Folge gab es ein 0:2 gegen Diakonie Wittekindhof, ein 0:0 gegen V.S.R. Willich mit einem Pfostentreffer von Wiedemann in der letzten Minute, und gegen den neuen Meister ISG Eben-Ezer Lemgo ein 0:2. Als einzige Sturmspitze war Martin Steinmann mit zwei Treffern alleiniger Torschütze für den MSV.
Viel ambitionierter war die 2. Mannschaft ins Rennen gestartet: alle leistungsstarken Spieler standen zur Verfügung, nur Torwart-Debütant Harun Hayirli schien der einzige Unsicherheitsfaktor. Nach einer tollen Vorrunde mit nur einer Niederlage und sechs Gegentoren in 21 Spielen der Regionalliga 4, hatte man ehrgeizige Ziele. Doch die Felle schwammen schnell davon. Direkt im ersten Spiel gegen den späteren Meister Diakonie Düsseldorf gab es eine wegweisende 0:2-Niederlage. Harun Hayirli verhinderte Schlimmeres und wuchs im Turnierverlauf über sich hinaus. Das 0:0 gegen Integra Bielefeld war ein Spiel auf ein Tor, in dem der MSV viele Chancen nicht verwerten konnte. Der Torfluch setzte sich beim 0:2 gegen Gottessegen Dortmund fort und auch beim 0:2 gegen die Torfabrik Meschede. Abwehrchef Kevin Sommer verzweifelte: „Das ist echt zum Verrücktwerden: hinten schießen wir nur Böcke und vorne machen wir die einfachsten Dinger nicht rein! Es tut mir leid für Harun, der unsere blöden Fehler ausbaden muß.“ Der 23-jährige Linksverteidiger kam in seinem entgeistert spielenden Team noch am ehesten an seine Normalform heran, konnte das Fiasko aber nicht abwenden. Vor der letzten Begegnung gegen die bis dato auch torlose LH Remscheid war klar, dass es nunmehr nur noch um Makulatur ging: aber wenigstens ein Torerfolg sollte her! Beim Stande von 0:2 wurde der Torhüter für einen zusätzlichen Feldspieler runter genommen, aber es half nichts. Die Caritas Kickers 2 standen am Ende konsterniert und mit leeren Händen da.
Für das Trainer-Trio Holger Klust, Michael Lehmkuhl und Dirk Ströter gibt es nach dem Schlußpfiff einiges aufzuarbeitet, die enttäuschten Gemüter wieder aufzurichten und die guten Erlebnisse hervorzuheben. Denn was bleibt, ist auf jeden Fall der Erfolg, dass es beide Teams nach 2012 zum 2. Mal gemeinsam in die Finalrunde geschafft hatten. So kann das Turnier als eine Lektion in Demut akzeptiert werden: dieses Mal waren eben die Anderen besser. Die eigenen Niederlagen wurden mit Fassung ertragen und den Siegern sportlich fair gratuliert.
Einziger sportlicher Lichtblick beim Turnier: die Lebenshilfe Moers holte in der Regiolanliga 3 für den MSV den 3. Platz – wenigstens ein Moerser Team auf dem Treppchen!

Text und Fotos: Dirk Ströter
Mannschaftsfoto: Anke Majert

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