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Eine Achterbahn der Gefühle26.10.2013
Fußball von Holger Klust
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MSV Moers Caritas Kickers werden ungeschlagen Vize-Meister in NRW

Das Zuspiel kommt vom überragenden Raffael Bono scharf herein und Mark Esser drischt den Ball volley in die Maschen: das 3:0 für die MSV Caritas Kickers! Eine Minute später ist das Spiel vorüber, doch so richtig Freude über diesen deutlichen Sieg gegen die VSR Willich will bei den Moerser Fußballern nicht aufkommen. Zwar hatte man soeben ungeschlagen den 2. Platz und somit die Vize-Meisterschaft in NRW errungen, aber in diesem Moment herrschte die Enttäuschung vor: vier Tore fehlten zum Titel. „Das war heute eine Achterbahnfahrt der Gefühle, ein echtes Drama!“, meinte der Torschütze Mark Esser.
Der Behindertensportverband NRW (BSNW) hatte zur Endrunde um die Landesmeisterschaft in Nordrhein-Westfalen nach Köln eingeladen und die jeweils besten zwei Teams aus den Bezirken Ruhrgebiet, Rheinland und Westfalen spielten im Turniermodus Jeder-gegen-Jeden den jeweiligen Meister in den Regionalligen 1 bis 4 aus. Bei wunderbar sonnigem Wetter spielten die Teams auf der alten Trainingsanlage am Müngersdorfer Stadion.
Das Trainer-Team Michael Lehmkuhl, Holger Klust und Dirk Ströter sah das Saisonziel in der Regio 2 mit der sechsten Endrunden-Teilnahme in Folge erfüllt und ließ in Köln ganz ohne Erfolgsdruck aufspielen. Die Freude am Fußball sollte im Vordergrund stehen.
Die MSV Moers Caritas Kickers bekamen es als Vize-Meister Ruhrgebiet im ersten Spiel mit dem Meister aus Westfalen zu tun, der AWO Dortmund. Die Gelb-Schwarzen erwischten die Moerser auch gleich eiskalt: nach einem Abwehrfehler schlug direkt der erste Schuß zum 0:1 ein. Aber das war der Weckruf für den MSV: ein Ruck ging durch das Team und Raffael Bono drehte mit seinen beiden Treffern den Rückstand in einen verdienten 2:1-Sieg.
Es war erneut Bono, der mit einem Sonntagsschuß aus ca. 25 Metern gegen Integra Bielefeld das Match knapp mit 1:0 für die Niederrheiner entschied.
Auch im dritten Spiel des Tages gegen Rurtal Werkstätten Düren, immerhin Bezirksmeister im Rheinland, steuerte Bono zwei Treffer zum überzeugenden 4:0-Erfolg bei. „Heute lief bei mir alles am Schnürchen. Mein Team hat mich immer gut in Szene gesetzt. Keiner gewinnt solche Spiele allein.“, gab sich der Goalgetter bescheiden. Salah Affani und Dennis Wiedemann unterstrichen mit ihren Treffern die Torgefährlichkeit ihres Teams.
In der Tabelle waren die Caritas Kickers nun punktgleich mit TuS Haltern am See, den Favoriten und Rivalen aus der Vorrunde, der die BSNW-Ligarunde im Ruhrgebiet knapp vor dem MSV für sich entschieden hatte. Besonders schmerzhaft hatten die Moerser noch die 1:4-Heimniederlage gegen Haltern am letzten Spieltag in Erinnerung.
Im vierten und vorletzten Spiel dieser beiden Teams kam es zum vorgezogenen Endspiel. Übertriebene Härte bestimmte das Spiel der Halterner, oft mußte der Schiedsrichter ermahnen. Mit einer hervorragenden defensiven Leistung um Mannschaftskapitänin Simone Ohlig, tollen Paraden von Torwart Tim Kuta und stets gefährlichen Kontern über Bono und Sebastian Stolz, brachte der MSV den TuS schier zur Verzweiflung. Der 0:0-Endstand wurde von den Moersern wie ein Sieg gefeiert, den Sebastian Stolz in der letzten Minute sogar tatsächlich noch auf dem Fuß hatte. „Leider verweigerten die Halterner Spieler nach dem Abpfiff den obligatorischen Handschlag. Das ist so typisch und unsympathisch, wie ihr ganzes provozierendes Auftreten während des Turniers“, stellte Torhüter Tim Kuta enttäuscht fest.
Jetzt war allen klar: das Torverhältnis würde diese Meisterschaft entscheiden!
Doch hier hatte Haltern mit zwei Treffern die Nase vorn und konnte diesen Vorsprung noch durch ein 4:0 gegen Bielefeld ausbauen.
Unter den Augen des mitgereisten MSV-Fußball-Obmanns Frank Bonert brachte der Sturmlauf der Caritas Kickers in der letzten Begegnung gegen VSR Willich genug Chancen für das benötigte 7:0 – aber plötzlich wollte jeder ein Tor schießen und die gemeinsame Linie fehlte: nur Mark Esser und zweimal Bono netzten ein. Raffael Bono machte an diesem Tag insgesamt sieben Tore für sein Team.
Als das Trainer-Trio allen Spielern den Katzenjammer vertrieben hatte, freuten sich alle über die fantastische Bilanz von 10:1 Toren aus fünf Spielen – und besonders über das stets faire Benehmen auf und neben dem Platz. In der Gewißheit der bewiesenen großen sozialen Kompetenz feierten sich die Caritas Kickers als moralische Sieger und Meister der Herzen.

Text
Dirk Ströter

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