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Stadtsportverband nimmt Stellung10.09.2012
Verein von Martin Borges
Offener Brief an Bürgermeister Ballhaus

Sehr geehrter Herr Bürgermeister!



Der Vorstand des Stadtsportverbandes kann dem von der Verwaltung vorgelegten Sparkonzept nicht zustimmen. Wenn auf der einen Seite die ursprünglich im Arbeitspapier ausgewiesenen Kürzungen um 280.000,00 € im Rahmen der Sportförderungsrichtlinien nicht mehr ihren Niederschlag finden, so ist dies zwar erfreulich. Wenn aber auf der anderen Seite die Einführung eines Nutzungsentgeltes für städtische Sporthallen in einer Größenordnung von 100.000,00 € als Zielvorgabe vorgeschlagen wird, ist dies für die Sportvereine nicht mehr hinnehmbar.



Klar ist, dass gespart werden muss. Ebenso klar ist aber auch, dass der Sport bereits vor 2 Jahren mit der Zustimmung zum damaligen Haushaltssanierungskonzept einer Kürzung der Sportförderung in einem Volumen von 175.000,00 € über 5 Jahre zugestimmt hatte. Dies betraf im Wesentlichen, aber nicht nur, die personellen Unterstützungsleistungen (Übungsleiterpauschale etc.). Unter dem Strich bleibt es sich gleich, ob nunmehr die Sportförderungspauschale von 280.000,00 € um 100.000,00 € gekürzt würde oder aber ob diese Sportförderungspauschale bestehen bleibt und „auf dem Weg der kalten Küche“ durch Einführung eines Nutzungsentgeltes für Sporthallen in einer Größenordnung von 100.000,00 € erneut der Sport belastet wird.



Der Vorstand des Stadtsportverbandes Moers kann dieser Maßnahme deshalb nicht zustimmen, weil eben im Gesamtkontext des Haushaltssanierungsplanes eklatante Ungleichbehandlungen bereits auf den ersten Blick wahrnehmbar sind, die in diesem Zusammenhang nicht anders denn als schlicht und ergreifend unausgewogenen, ungerecht und offensichtlich einer überstarken Lobby des Schlosstheaters Moers geschuldet sind!



Neben der Überbürdung einer Nutzungspauschale für Sporthallen in der Größenordnung von 100.000,00 € pro Jahr sieht der Haushaltssanierungsplan der Verwaltung nämlich darüber hinaus vor, kein Freibad und keine Eishalle am Sportstandort Solimare zu realisieren, während anderseits das Schlosstheater Moers mit einem Zuschussvolumen zwischen 1,2 bis 1,3 Mio. (!) nicht mit einem einzigen Eurocent zur Sanierung Berücksichtigung findet!





Der Vorstand des Stadtsportverbandes Moers sieht sich nicht nur als Sprachrohr für Hunderte von ehrenamtlichen Mitarbeitern, Tausenden von Kindern und über 23.000 Mitgliedern der Sportvereine. Er sieht sich auch in dieser Situation verantwortlich für alle Sporttreibenden, insbesondere Kinder und Jugendlichen der Stadt. In dieser Eigenschaft hat er sich immer als kooperativer, fairer und auch in schwierigen Zeiten zuverlässiger und objektiv zielorientierter Partner erwiesen.



Gerade in den zurückliegenden Zeiten von Bäder- und Sporthallenschließungen wurde mit Augenmaß und Verstand auch unter Berücksichtigung der angespannten finanziellen Lage einerseits und dem Machbaren für die Vereine andererseits nach tragfähigen Lösungen gesucht, die nicht immer auf die Zustimmung aller Sportvereine trafen, da sie einschneidende Folgen nach sich zogen. Es hat den Anschein, dass dieses kooperative Miteinander nunmehr dazu führt, dass die politisch Verantwortlichen glauben, dass man den Sportlern alles abverlangen kann, während offensichtlich das Schlosstheater Moers unangetastet zu bleiben hat. Dies kann und darf so nicht sein!



Auf der Basis dieses Haushaltssanierungsplanes wird in gerader Linie erkennbar, dass gleichsam die Schließung des Freibades und der Eishalle am Standort Solimare, insbesondere zum Nachteil für unsere Kinder und Jugendlichen, in Kauf genommen wird, ohne dass das Schlosstheater Moers auch nur irgendeinen noch so kleinen Beitrag zur Haushaltssanierung beizutragen hätte!



Uns stellt sich daher die Frage, weshalb nicht auch das Schlosstheater Moers eine Zielvorgabe zu einem konkreten Einsparbetrag überbürdet erhalten hat, den es dann in Eigenverantwortlichkeit umsetzen müsste?! Statt dessen hat es offensichtlich mit dem Alten Neuen Rathaus sogar noch eine Spielstätte dazu bekommen!



Genau das, was die Verwaltung den Sportlern, anderen Kultureinrichtungen und der gesamten Moerser Bevölkerung abverlangt, darf sie auch dem Schlosstheater Moers abverlangen: Die angemessene Beteiligung an der Haushaltssanierung!



Der Vorstand des SSV Moers

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